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FAQ

  Was ist Schmerz und haben Schmerzen einen tieferen Sinn?
 
  Leiden alle Krebspatientinnen und -patienten unter chronischen Schmerzen?
 
  Wie entstehen Krebsschmerzen?
 
  Was versteht man unter einer modernen Schmerztherapie und wie werden chronische Schmerzen behandelt?
 
  Welche Medikamente kommen für eine Schmerztherapie in Frage?
 
  Welche Nebenwirkungen kann eine Schmerztherapie verursachen und was kann man dagegen unternehmen?
 
  Machen starke Schmerzmedikamente nicht abhängig?
 
  Warum muss man Schmerzmedikamente regelmässig einnehmen und nicht erst dann, wenn die Schmerzen unerträglich werden?
 
Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten
Die häufigsten Nebenwirkungen, und was Sie dagegen tun können finden Sie hier als PDF

Angst vor Morphin?
Die gängigen Vorurteile...
...und die korrekten Antworten darauf finden Sie hier als PDF

 

Was ist Schmerz und haben Schmerzen einen tieferen Sinn?
Schmerzen werden sehr unterschiedlich erlebt. Sie sind eine individuelle und subjektive
Erfahrung. Schmerzen sind häufig der Grund, weshalb Betroffene medizinische Hilfe
suchen. Akute Schmerzen erfüllen eine sinnvolle Aufgabe: Sie warnen vor drohender
Gewebeschädigung oder zeigen eine drohende Krankheit an. Die Ärzte in der Antike
nannten den akuten Schmerz deshalb den "bellenden Wachhund der Gesundheit".
Anders die chronischen Schmerzen: Sie haben keine Warnfunktion mehr, sondern sind
meist die Folge einer bestehenden Grundkrankheit. Bei den sogenannten Krebs-
schmerzen ist es nicht der Tumor selber, sondern seine Auswirkungen auf das
umliegende Gewebe, das Schmerzen verursacht.
Chronische Schmerzen können und sollen behandelt werden. Unbehandelte chronische
Schmerzen zermürben und schwächen. Sie absorbieren Kräfte, die von den Betroffenen
dringend gebraucht werden.

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Leiden alle Krebspatientinnen und -patienten unter chronischen Schmerzen?
Zwei Drittel der Betroffenen erleiden im Laufe der Erkrankung chronische Schmerzen, ein
Drittel bleibt davon verschont. In 9 von 10 Fällen können die auftretenden Schmerzen
durch eine medikamentöse Therapie gänzlich besiegt oder entscheidend gelindert
werden. Jede Krebspatientin und jeder Krebspatient hat Anspruch darauf, so schmerzfrei
wie möglich zu leben. Schmerzen in dieser Situation zu erdulden ist sinnlos.

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Wie entstehen Krebsschmerzen?
Es gibt verschiedene Arten von Schmerzen bei Krebs und nicht alle Krebsarten sind mit
Schmerzen verbunden.
Krebsschmerzen im wörtlichen Sinn gibt es nicht. Nicht der Tumor selber, sondern seine
Auswirkungen auf das umliegende Gewebe verursacht Schmerzen. Im Verlaufe der
Krankheit können sich auch Ableger - sogenannte Metastasen - in anderen Organen
bilden, und diese können ebenfalls Schmerzempfindungen hervorrufen.

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Was versteht man unter einer modernen Schmerztherapie und wie werden chronische Schmerzen behandelt?
Für die moderne Schmerztherapie hat die Weltgesundheitsorganisation WHO klare
Richtlinien aufgestellt:

  1. Bis eine befriedigende Schmerzlinderung erreicht ist, sollten die Medikamente über
    den normalen Weg der Nahrungsaufnahme (oral, über den Mund) verabreicht
    werden.
  2. Die Schmerzmedikamente sollten regelmässig verabreicht werden, das heisst
    bevor die Schmerzen wieder auftreten oder unerträglich stark werden.
  3. Die Verabreichung folgt einem dreistufigen Therapieschema, welches die
    Medikamente gemäss ihrer Wirkung in unterschiedliche Substanzklassen einteilt.
Ausgangspunkt jeder Schmerztherapie ist eine gute Schmerzerfassung. Unser
Fragebogen möchte Ihnen helfen, Ihre Schmerzen besser zu beobachten und zu
beschreiben.
Von Fall zu Fall muss individuell abgeklärt werden, welche Medikamente am geeignetsten
sind und möglichst wenig Nebenwirkungen verursachen. Ist eine gute Schmerzlinderung
erreicht, müssen die Medikamente in dieser Kombination und Dosierung regelmässig eingenommen werden. Zusätzlich können auch noch Behandlungsmethoden wie zum
Beispiel Akupunktur, Hypnose, Massage etc. eingesetzt werden.

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Welche Medikamente kommen für eine Schmerztherapie in Frage?
Es gibt Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (Aspirin®, Alkacyl®),
Paracetamol (Panadol®, Dafalgan®) und nicht-steroidale Entzündungshemmer (Brufen®,
Ponstan®). Diese Präparate sind erfolgreiche Schmerzkiller, wenn sie gemäss
Verordnung eingenommen werden. In vielen Fällen ist es aber notwendig,
stärkere, meist opiathaltige Medikamente zu verordnen. Es gibt heute eine Anzahl gut
verträglicher Opiate mit einer Wirkungsdauer von zwölf Stunden oder, als Depot-Pflaster
aufgeklebt, sogar von bis zu drei Tagen.

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Welche Nebenwirkungen kann eine Schmerztherapie verursachen und was kann man dagegen unternehmen?
Entzündungshemmende Medikamente (Aspirin®, Alkacyl®, Brufen®, Voltaren®) ver-
ursachen oft Magenprobleme. Eine medikamentöse Tumortherapie kann die Symptome
noch verstärken. Nehmen Sie die Medikamente mit oder nach der Mahlzeit, jedoch nie auf
nüchternen Magen ein. Essen Sie langsam und trinken Sie zwischen den Mahlzeiten viel
Tee.
Bei der Einnahme von Opiaten sollte einer Verstopfung systematisch vorgebeugt werden.
Achten Sie auf ballaststoffreiche Ernährung und trinken Sie ausreichend Tee zwischen
den Mahlzeiten. Auch Bewegung hilft gegen Verstopfung.
Gewisse Opiate können anfänglich Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit verursachen.
Dagegen wird Ihnen der Arzt ebenfalls ein Medikament verschreiben. Die Symptome
klingen nach 3 - 5 Tagen ab.
Beim Auftreten von Beschwerden und vermuteten Nebenwirkungen fragen Sie die
Pflegenden, die behandelnde Ärztin oder den Apotheker um Rat.

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Machen starke Schmerzmedikamente nicht abhängig?
Umfangreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass es bei regelmässiger Einnahme von
Schmerzmedikamenten nur äusserst selten zu einer Abhängigkeit kommt (Wahrschein-
lichkeit unter 1% bei Opiattherapien). Die regelmässige Einnahme der wirksamen
Substanzen als Tabletten oder die kontinuierliche Aufnahme über die Haut (Pflaster),
haben keine berauschende Wirkung und machen nicht süchtig. Daher können
Opiate auch jederzeit durch stufenweise Dosisreduktion wieder abgesetzt werden.

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Warum muss man Schmerzmedikamente regelmässig einnehmen und nicht erst dann, wenn die Schmerzen unerträglich werden?
Nimmt man ein Schmerzmittel erst dann ein, wenn die Schmerzen unerträglich stark
werden, benötigt der Körper höhere Dosen, um den gleichen schmerzstillenden Effekt zu
erzielen wie bei der Einnahme nach einem festen Zeitschema. Mit höheren Dosen steigt
auch die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen. Zudem besteht die Gefahr, dass man
eine Schmerzmittel-Abhängigkeit entwickelt, da durch das starke Schmerzempfinden und
die anschliessende Linderung ein Verlangen nach dem Medikament geweckt wird.

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Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten
Die häufigsten Nebenwirkungen, und was Sie dagegen tun können finden Sie hier als PDF

Angst vor Morphin?
Die gängigen Vorurteile...
...und die korrekten Antworten darauf finden Sie hier als PDF